Die RENÉ
Die heutige Libera-Racer Rennyacht wurde 1988 als Libera-A-Boot nach den Vorgaben des berühmten Boots-Designers und Bootsbauers "Santarelli vom Gardasee" konzipiert. Aus seiner Feder stammen beispielsweise auch die Entwürfe für die "ASSO 99" und die "JOKER".
Für die damals unter dem Namen "Cazal" in Auftrag gegebene Libera-A-Yacht wurde aber das Konzept von Herrn Santarelli komplett modifiziert. Lediglich die Schale, d. h. genau das Unterwasserschiff und die Statik, wurde übernommen. Das übrige Konzept wurde von Achim Salcher selbst kreiert. Der Bau erfolgte bei der Bootswerft Dillinger in Friedrichshafen.
Im Laufe der Zeit wurde das Konzept immer wieder verfeinert, nicht zuletzt durch bittere Erfahrungen wie Mast-, Ruder- oder Kielbrüche. Auch mehrere Unfälle bewogen den Eigner letztendlich dazu, das Boot neu zu überdenken und ein anderes Konzept zu bauen.
Peter Egner, ein findiger Bootsbauer und erfolgreicher Regatta-Segler vom Simsee, wurde für den Umbau geworben. Seine Ideen und Vorgaben wurden umgesetzt.
Das Ergebnis ist die heutige RENÉ (René Lezard) als Libera-Racer Rennyacht, also ohne Leitern und mit wesentlich mehr Ballast. Ein sehr schnelles und äußerst erfolgreiches Rennboot, aber auf der absolut sicheren Seite konzipiert. So ist sie beispielsweise die größte Rennyacht, die ohne Backstagen und Achterstag segelt, und somit auch Großsegelformen wie bei America's Cup-Yachten, also mit weit ausgestelltem Top, zulässt.
Es ist die Innovation, aber auch das Ausprobieren, Testen und Weiterentwickeln, was Libera-Segeln ausmacht. Nicht zuletzt haben die Libera-Segler wesentlichen Anteil an der Fortentwicklung des modernen Bootsbaus. Viele Erkenntnisse und in der Praxis bewährte Entwicklungen wurden in heutige High-Tech- Yacht-Entwicklungen übernommen.
Für die Saison 2006 wurde die RENÈ wiederum umgebaut und in wesentlichen Teilen verbessert. So wurde der Mast auf 16 m über Deck gekürzt und dabei die Segelfläche verkleinert. Ziel war die Stabilität um ca. 25 % zu erhöhen, um zukünftig mit wesentlich weniger Mannschaft regattieren zu können. Trotz Verkleinerung der Segelflächen wurde das Boot noch effektiver, da das Großsegel optimal umgestaltet wurde, wie man aus den Fotos ersehen kann. Die neuerliche Gewichtseinsparung lässt das Boot schneller anspringen. Der zusätzliche Einbau einer Rollreff-Anlage mit Selbstwendevorrichtung am Focksegel bringt wesentlichen Bedienungskomfort und schnellere Wenden an der Kreuz.
Die Ergebnisse bei der Rund Um den Bodensee und bei anderen Regatten bestätigen, dass die RENÈ bequem ab 3 Mann Besatzung, im Regatta-Einsatz ab 6 Mann gesegelt werden kann und dabei volle Leistung bringt.
"Ein Zustand von dem wir früher nur träumen konnten".
