Jubiläumswochenende

Autor: 
Mathilde
Datum: 
Samstag, 30. Mai 2009 - Sonntag, 31. Mai 2009

Ein turbulentes Wochenende

 

Freitag, 29. Mai 2009:
Gott sei Dank kann ich um halb vier das Büro verlassen und fahre natürlich gleich zum LYCC, mal sehen, wo noch Hilfe benötigt wird bzw. wie weit die Vorbereitungen für die Feier gediehen sind.

Ich sehe gerade noch, wie die Crew der TELEBOX nach getaner Arbeit (Training und Vertäuen an der Boje) das Hafengelände verlässt. Es kommt zunehmend Wind auf und ich bemerke Aktivität auf der TELEBOX – gehen die noch mal raus und trainieren unter erschwerten Bedingungen, die Schweinebacken?!?? Ich schau genauer hin… niemand an Bord, lediglich der Wind legt das Schiff quer! Etwas besorgt schau ich in Richtung Bernau – von dort wird gerade die LILLO zum LYCC geschleppt, es bilden sich Schaumkrönchen auf dem Wasser. Jetzt kommt auch die TARGA mit der LILLO im Schlepptau in Sichtweite - der erste Versuch, die Libera an die Boje zu bringen misslingt, zuviel Schräglage im Wind auch ohne Segelfläche! Ein weiter Bogen im zweiten Versuch bringt die LILLO an die Boje und sie kann mit viel Geschick eines Crewmitgliedes sicher vertäut werden. Nachdem Alle an Land sind wird erst mal ordentlich gefachsimpelt.

Aber nicht allzu lange – eine neue Wetterfront baut sich auf und diesmal deutlich heftiger „kachelt“ es durch einen imaginären Kanal auf etwa einem Kilometer Breite. Wellen von einem halben Meter suchen sich ihren Weg durch die Wellenbrecher an der Steganlage und bringen die Boote in Schwingung. Auch die Boje, an der die LILLO festgemacht ist – sie treibt ab in Richtung Bernau! Jetzt muss es schnell gehen, die TARGA wird gestartet und vom CAT-CLUB kommt auch Hilfe. Plötzlich und unerklärlich ist die LILLO von der Boje los gemacht und treibt umso schneller ab. Bei dem Versuch, sie mit der TARGA zu bergen, legt sich die LILLO komplett quer und es kostet große Mühe, sie zur Boje zurück zu bringen. Wie wir später von Markus Ficht erfahren, sind  bei diesem Manöver die Bunker aufgesprungen und einige Segel - zum Teil in Taschen - haben sich in den Chiemsee verabschiedet. Trotz sofort eingeleiteter Suchaktion der Wasserwacht konnte bisher nur ein Segel wieder gefunden werden.

Nach einer halben Stunde scheint – wie am Chiemsee üblich – wieder die Sonne und der See hat sich beinahe komplett beruhigt. Nicht so die Gemüter aller Beteiligten, es gibt heftige Diskussionen!

 

Samstag, 30. Mai 2009:

Bei der Ankunft am Clubheim herrscht bereits reges Treiben. Wie von Feenhand bereitet stehen Kaffee, frische Semmeln und Brot, Würschtl, Käse, Joghurt etc. bereit – vielen herzlichen Dank hierfür an Edith, Inge, Detlef und die ganzen anderen Helferinnen und Helfer! Schön langsam finden sich die Regatta-Teilnehmer ein und die Steuermannsbesprechung beginnt. Wer mitsegeln möchte und noch keinen Skipper gefunden hat, wird dank Achims Ansprache vermittelt. Es kommt ein wenig Hektik auf – bereit machen zum Start!

Mit einer halben Stunde Verspätung erfolgt der Startschuss und bei Wind um zwei bis drei Beaufort herrschen gute Regattabedingungen. Für die Racer gibt es im zweiten Durchgang eine Verkürzung bereits vor der Feldwieser Bucht. Wir passieren bei regulären Bedingungen die Ziellinie und haben Mitleid mit denen, die die Regatta noch nicht beendet haben. Kurz vor Wettfahrtende kommt ein Gewitter auf mit heftigem Wind und Regen und verlangt den „Nachzüglern“ noch einmal Alles ab.

Nach dem Tagesgeschäft Schiff klarieren geht`s an die CAMPARI Bar und anschließend zum Aufhübschen für den Festabend.

Man könnte ja meinen, dass bei einer 25-Jahr-Feier Reden über Reden geschwungen werden und die Veranstaltung sich eher anstrengend gestaltet… Nach kurzweiligem Revue-Passieren-Lassen der Vereinsgeschichte und den Glückwünschen hat sich Helmut Haller zu Wort gemeldet. Was dann kam, beanspruchte die Lachmuskeln… eine gelungene Rede mit viel Witz und Herz, ganz zu Schweigen von der folgenden Darbietung der „Frösche“. Mein 16jähriger Sohn Valentin (angeheuert bei Jochen Eichen auf der PINO) bezeichnete diese Aufführung als „voll cool“ - und das will was heißen! Nach einem wunderbaren Buffet des Yachthotels und der Clubgeschichte in wunderschönen Bildern und dem Film von unserem Crew-Mitglied Werner O. Pfeiffer (kann käuflich erworben werden!), begleitet von dezenter Musik fand der Abend seinen Ausklang – kleine After-Party im Clubheim musste auch noch sein…

 

Sonntag, 31. Mai 2009
Liebgewonnenes Bild am Clubheim – Kaffee steht bereit! Kurze Besprechung – auf geht’s – Start um 11:00 Uhr. Deutlich kleineres Startfeld – Nervosität macht sich breit angesichts der eben gestarteten  Joker-Regatta des YCC – bis der Startschuss für unser Up an Down fällt sind die aber schon weg. Jetzt gilt es, die kurzen Strecken optimal zu fahren! Die erste Runde gelingt uns ganz gut. In der zweiten Wettfahrt unterläuft uns nach der ersten Tonne ein entscheidender Fehler – das gefürchtete Stundenglas!!! Nachdem wir den Genacker endlich unter Kontrolle haben, bemerken wir entsetzt, dass wir die zweite Tonne nicht gerundet haben – also wenden , zurück - damit die RENE wenigsten in der Wertung bleibt! Mist, dumm gelaufen! Arme und Oberschenkel brennen – kurze Pause, dann die dritte Wertung – diesmal scheint Alles zu klappen, die gesamte Crew ist hoch motiviert… wenn auch gut gefordert! Überquerung der Ziellinie – trööt trööt – Jubel an Bord. Nichts wie zurück zum Clubheim! Auch den kleinen „Verneiger“ dank Böe unter der Herreninsel-Abdeckung überstehen wir (fast) unbeschadet und zum ersten Mal seit ich an Bord der RENÉ bin, ist die Devise: erst ein Bier, dann Schiff klarieren! Leicht erschöpft aber glücklich über das wunderschöne Segelwochenende klingt der Tag an der Clubhütte dank der liebevollen Versorgung durch Edith und Inge aus.

 

P.S.: Über Wertung, Ergebnisse etc. hab ich jetzt extra nix verlauten lassen, weil das nicht meine Triebfeder ist (oder vielleicht doch – schön langsam???) Nachlesen kann man die Ergebnisliste unter www.lycc.de - Jubiläumsregatta – einfach das Sternchen anklicken…

 

Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei der René-Crew für das wunderschöne Wochenende und hoffe, dass sich das noch ganz oft wiederholen lässt. Ganz nebenbei erwähnt: wir sind schon ein „saugeiles“ Team – I love you all!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Mathi

 

Kommentare

Re: Jubiläumswochenende

Es War einfach "Verdammt Geil" !!!!!

und hat einen rießen Spaß gemacht.

lg christoph